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December Photobomb

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Dieses Mal ohne große Worte ein paar Impressionen meines Dezembers.
Für mehr Fotos aus meinem Alltag folgt mir auf Instagram :)

Interview with Kristine Thronæs (TheMisspolly)

Kristine Thronæs, also calln TheMisspolly or Kikky, has become known by her blog and tumblr. Via these two online platforms and her instagram and facebook account she shares her life to her fans and followers. Because of Kikky's interesting style and onlineblog I wanted to find out more about this young Norwegian woman and did a short interview with her - I hope you'll enjoy it :)

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1) What was the reason you started blogging? Mostly because it's a good way to collect all my inspiration in one place.
2) Which things and properties do you hate? I hate people who are confusing, slow and boring. I hate mess, I hate not having control and I hate not knowing what is going on.
3) What inspires you most? That's Tumblr for sure!
4) How do you would describe your style? That's a difficult question... hmm. I would say my style changes almost every day. But I like brands, and hmm. I think I will just call my style "Polly style " haha.
5) Do you have some favorite brands and shops? I love Kleins and I love the online store "nastygal".
6) What are the three things every woman should have in her wardrobe? Pumps, high waist jeans and a Cropped Tank Top

7) Who are the humans who inspire you most? Oh, there are so many. I love Kim K, I think she runs her style so good and I just love the outfit she puts together.
8) Do you have a definite plan for the future? Ofc, now I am studying Advertising and Marketing Communication. A dream is to work in a magazine or operated an advertising agency.
9) How do you deal with haters? Haha I love them, haters are the ones that give you most of the attention. Haters are just another more strange way to love you.
10) And last but not least: are there any advice you want to give your fans? Never give up, follow your dreams no matter what others around you are saying. The person who really wants something, that person makes it happen.

GEWINN : Fashion Bloggers Finest & Butter London Nagellack!

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Ich möchte Insidefruits ein ganz großes Dankeschön aussprechen - ihr habt mir die Weihnachtszeit versüßt!
Im Zuge eines Gewinnspiels habe ich mit meinem Blog eines von drei "Fashion Blogger Finest Quartetts" & dazu noch einen 18 € Nagellack der Marke "London Nagellack" gewonnen. 
Das Quartett kann man ansonsten leider nicht online erwerben, aber zumindest herunterladen und das ganz kostenlos, dafür klickt *hier* (den Adobe Reader müsst ihr allerdings bereits auf eurem Pc installiert haben); Nagellacke des eben genannten Labels erhaltet ihr *hier* :)

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Es ist häufig nicht so leicht, alle neuen Kleidungsstücke online zu posten. Für Outfitbilder fehlt mir meist die Motivation und Onlinestores können einem auch nicht alle Wünsche erfüllen, sodass einige meiner neuen Errungenschaften leider  nicht in diese Collage gepackt werden konnten. Ein paar der Artikel, die ich mir jetzt im Dezember zugelegt habe, konnte ich aber ausfindig machen und möchte euch diese deshalb nicht vorenthalten :)
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Kleid, Bluse & Accessoires: H&M // Schuhe: Tamaris


Auf SheInside - einem meiner Lieblinge unter den hiesigen Onlineshops - habe ich mich auch schon fleißig umgesehen und euch meine absoluten Favoriten, von denen einige hoffentlich noch diesen Winter ihren Platz in meinem Schrank finden werden, herausgesucht. Ich hoffe es gefällt :)

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Um diesen Post noch zu einem gelungenen Abschluss zu verhelfen, folgt nun ein wundervolles Musikvideo , unterlegt mit einem noch wundervolleren Lied. Wie schon einige Male erwähnt, singt Lana Del Rey den Soundtrack "Young And Beautiful" zu Leonardo DiCaprois Kinofilm "The Great Gatsby", dessen Geschichte auf den gleichnamigen Roman von F. Scott Fitzergalt beruht. Vor kurzem ist ein mehr oder weiniger inoffizielles Musikvideo - vermutlich von einem begeisterten Fan zusammengeschnitten - auf Youtube erschienen. Für meine beiden anderen Beiträge rund um "The Great Gatsby" klickt *hier* und *hier*  



Lana Del Rey - Tropico

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Zum Auftakt ihrer neuen EP veröffentlichte Lana Del Rey nun - pünktlich zum Nikolaustag - den gleichnamigen 27-minütigen Kurzfilm "TROPICO", in welchem sie nicht nur die Hauptrolle spielt, sondern auch eigens das Drehbuch verfasst hat. Bereits am 8. November 2012 kündigte Lana Del Rey ihr neues Projekt auf ihrem Youtubekanal an: "I lost my reputation, I forgot my truth. But I have my beauty and I have my youth. 'TROPICO' the film, coming next year." Doch erst jetzt, ein Jahr später, sollte es schließlich zu einer Veröffentlichung dieses sehr melancholisch-dramatischen Kurzfilms kommen.
Untermalt wird dieser zugleich mit drei ihrer Songs, dabei fiel die Wahl neben "Body Electric" auch auf "Gods And Monsters" und  "Bel Air".

Männliche Unterstützung vor der Kamera erhielt Lana Del Rey von dem Schauspieler und Model Shaun Ross, der bereits für Hochglanzmagazine wie der Vogue vor der Kamera stand. Mit diesem Schauspieler-Duo entstand ein farbenfroher und zugleich düsterer Film über die biblische Erzählung der Erbsünde durch Adam und Eva und deren Flucht aus dem Paradies. Unterteilt in drei Kapitel führt es die beiden Hauptdarsteller zuerst als vertriebene Sünder in das heutige Los Angeles wo es schließlich zu einem Kampf zwischen Gut und Böse kommt. Von dort aus nehmen die Kameraschnitte zu, die einzelnen Szenen werden kürzer und zugleich auch unübersichtlicher. Die Handlungsorte wechseln von Striplokalen, einer Tankstelle und Straßenszenen, bis hin zu einer Privatparty inklusive Überfall à la Bonnie und Clyde. Dann schließlich, im dritten und letzten Kapitel, wird die Kameraführung wieder langsamer, die Bewegungen ruhiger und die Schnitte weniger. Adam und Eva, durch ihren moralischen Verfall immer mehr dem Bösen ihrer Welt zugewandt, schweben hinauf in den Himmel, wo sie von ihrem Schöpfer empfangen und ganz im symbolischen weiß gekleidet, von ihren Sünden befreit werden können.

Anthony Mendler,  der in diesem Film Regie führt und bereits Lana Del Reys Musikvideos zu "National Anthem" und "Ride" umsetzte, legt hierbei einen besonderen Schwerpunkt auf atemberaubende Inszenierungen von der Kulisse, bis hin zu Kostümen und musikalischen Gesangseinlagen, all dies stets inspiriert durch die 60-er Jahre. So ist es also nicht verwunderlich, dass neben dem Heiland höchstpersönlich auch alte Hollywoodlegenden wie Elvis Presley oder Marilyn Monroe ihr Debüt bekommen. Lana singt dazu: "Elvis is my daddy / Marilyn's my mother / Jesus is my bestest friend".
Auch hier bleibt sich Del Rey also treu, denn sowohl Thematik als auch dessen Umsetzung in bewegte Bilder und Musik, ähneln stark ihrem vorherigem Konzept, das sie - wie es das TAZ-Magazin so treffend formuliert - "[...] auf den Thron des weiblichen Retro-Pop Genres erhebt".  

Alles in allem ein Film wie man ihn von Lana Del Rey nicht anders erwarten würde. Wer sich also auf etwas völlig Neues und Unerwartetes gefreut hat, wird enttäuscht werden. Für alle anderen 60-er Jahre begeisterten mit einer Affinität für große Inszenierungen und Retrocharm hingegen genau das Richtige!

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Pünktlich zum ersten Dezember folgt nun mein Novemberüberblick via Instagramschnappschüssen.
Der November ist für mich immer, ähnlich wie der April, eine Art "Zwischenjahreszeit", irgendwie nichts Halbes und nichts Ganzes... Die schönen Herbsttage sind schon vorbei, aber in Weihnachtsstimmung ist man auch noch nicht. Zu warm für schönen Schnee und zu kalt für alles andere. Was macht man also, um diesen Monat so gut wie möglich zu überstehen? Ich hab' mich dann für Kinobesuche, lange Partynächte, viel Tee und noch mehr Kaffee, vegetarischen  Döner, Tonnen an Pizzen und anderweitige Kalorienbomben entschieden - klappte eigentlich ganz gut.

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Gefeiert wurde diesen Monat ganz ausgiebig und ungewöhnlich oft im Bielefelder Ringlokschuppen. Auf meiner Liste standen neben der Kult-Halloweenparty auf der uns Kürbisköpfe, Horror-Doubles und alles was sonst noch so gruselte, erwartete, auch meine zweite Neonsplash-PaintParty. Nach ausverkauften Shows in mehr als 35 Städten in 4 Ländern, kam das bunte Farbenfest nun zum dritten mal in den Ringlokschuppen Bielefeld. 
Andere Clubs auf meiner Liste waren das Cafe Europa, Pahsa, Stereo oder Elefant, aber jetzt auch zum ersten Mal: das Spirit! Eine gute Freundin studiert mittlerweile in Dortmund und ist dort in eine WG gezogen. Es erklärte sich also von selbst, dass einige Freundinnen und ich sie besuchen wollten, um mit ihr gemeinsam Dortmund unsicher zu machen, aber welche Clubs haben schon Montags auf? Wir entschiedenen uns also, mehr oder weniger notgedrungen, für das Spirit, das einigen Mitgliedern der Bandidos gehört. Und ja... das Spirit machte seinem Ruf alle Ehre. Aber hey, Bier für 50 Cent? Da kann man doch echt nicht meckern.

Gegessen wurden diesen Monat ansonsten noch gefühlte 50 Pizzen und der zweitbeste vegetarische Döner (an den aus Berlin Neuköln kommt er dann doch nicht ganz ran). Eine weitere Neuentdeckung war "Very Berry Hibiscus", ein bis dahin unbekanntes Starbucksgetränk, das ich ausprobiert habe und in der Tat genauso lecker schmeckt, wie es klingt :)
Da die Stufe 13 und die ganzen anfallenden Klausuren recht viel Zeit in Anspruch nehmen, habe ich diesen Monat leider nur ein Buch gelesen: "Zärtlich ist die Nacht" (eng. "Tender is the night") von F. Scott Fitzergalt und wer meine "The Great Gatsby" Posts verfolgt hat, weiß auch: einem meiner Lieblingsautoren.

Und was erwartet uns nun im Dezember? Richtig, der ganz normale Weihnachtswahnsinn 

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Für Nostalgie-Liebhaber

Vor kurzem erreichte mich eine interessante Zusendung mit einigen Exemplaren des "Knochenschüttlers", einer Zeitschrift für Liebhaber historischer Fahrräder. Ins Leben gerufen wurde dieses Journal vom Historischen Fahrräder e.V. Das Repertoire reicht von Traditionalisten in Zylinder und Frack über Sammler, Technik- und Radsportinteressierten bis hin zu Historikern mit unterschiedlichen Interessengebieten. Sollte dich die Neugier gepackt haben, dann schau doch mal auf der dazugehören Website vorbei und informiere dich dort über die neusten Exemplare :)

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NEONSPLAH - Paint-Party® im Ringlokschuppen Bielefeld

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Am 08.11. erlebte ich mit einigen Freunden meine zweite NEONSPLASH - Paint-Party®!

Nach ausverkauften Shows in mehr als 35 Städten in 4 Ländern, kam das bunte Farbenfest im Rahmen der neuen "COLOR IS CREATION TOUR 2013" nun zum dritten mal in den Ringlokschuppen Bielefeld.

Wir feierten und tanzten in mitten Tausender weiß gekleideter Gäste, zu elektronischer Musik vor einer aufwendig inszenierten Bühnenshow: Top-DJs, Spezialeffekte, Akrobaten, Tänzerinnen und Literweise leuchtende Neon Farbe inklusive! Ebenso wie auch bei den allseits beliebten "Holi Festivals" zeichnet dieses Event ein unbeschreibliches Zusammengehörigkeitsgefühl aus. Wie ihr unten sehen könnt, haben auch wir uns nicht gezirrt und einiges an Farbe abbekommen.

Gäste, TV und Presse beschreiben die Ausnahmeveranstaltung im Übrigen als eine extatische Mischung aus "Blue Man Group", "Cirque du Soleil" und einem "elektronischen Musik Festival".

Und für alle besorgten unter euch: die Farbe ist aus den meisten Textilien problemlos auswaschbar! Nach meiner Erfahrung kann ich sogar sagen, dass sich das Holi-Puder, bestehend aus dem sogenannten Glual, schwerer von Kleidung und Haut waschen ließ, als diese flüssigen Neon-Farben.
Ich hoffe ihr seid jetzt ein bisschen auf den Geschmack gekommen - wollt ihr in nächster Zeit auch dabei sein, oder ward ihr sogar schon einmal dort? Dann lasst es mich doch bitte in den Kommentaren wissen :)

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Halloween im Ringlokschuppen

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Die Große Halle stand fest unter den Fittichen von DJ Nick, der uns mit einem bunten Mix unterschiedlichster Musikrichtungen zur Kult-Halloweenparty im Bielefelder Ringlokschuppen das Gruseln lehrte. In der kleinen Halle bot man uns traditionell dazu natürlich auch die beliebte Depeche Mode Party. Wie immer haben neben den Depeche Mode Sahnestückchen auch Perlen aus artverwandten Genres das Programm aufgemischt, während im Club ausgiebig gerockt werden durfte. Klassiker wechselten sich im Verlaufe des Abends mit aktuellen Bangern ab, zudem warteten auf uns Kürbisköpfe, Horror-Doubles und alles was sonst noch so gruselte... wenn ihr also auch mal in der Stadt seid, schaut unbedingt im nächsten Jahr vorbei, wenn es wieder heißt "Halloween pOp? vs. Depeche Mode Party" :)

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Élisabeth Vigée-Lebrun

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Selbstporträt ca. 1781
Die französische Malerin Marie Louise Élisabeth Vigée-Lebrun, auch Le Brun, wurde am 16. April 1755 als Tochter des Malers Louis Vigée und der Friseurin Jeanne Maissin in der Rue Coquilliere in Paris geboren.

Bereits mit drei Monaten sandten ihre Eltern sie fort, Le Brun wurde zu Bauern nach Épernon geschickt. „Zurück in Paris wurde sie 1760 im Klosterinternat Couvent de la Trinité in der Rue de Charonne untergebracht.“ Ihr Vater Louis Vigée erkannte schon früh das künstlerische Talent seiner Tochter. Ihm fielen sehr bald die zahlreichen Zeichnungen seiner zu diesem Zeitpunkt etwa sechs Jahre alten Tochter auf, sodass er ihr eine blühende Zukunft als Malerin voraussagte.
Nachdem Élisabeth 1767 das Internat verließ, lebte sie für eine Zeit bei ihren Eltern. Bis zu seinem Tod lehrte ihr Vater sie dort die verschiedenen Regeln der Kunst. Nach seinem Tod konzentrierte sich Le Brun mehr auf die Zeichenkunst und wurde zunächst von Gabriel Briard und anschließend von Claude Joseph Vernet unterrichtet.

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Ihre Tochter Julie Lebrun, 1792
Le Brun wird nicht nur nachgesagt, in jungen Jahren eine der schönsten Frauen von Paris gewesen zu sein, sie galt auch als besonders selbstbewusst und verkörperte gewissermaßen die emanzipierte Frau ihrer Zeit. So wies sie stets Aufträge von Männern, die sich dadurch lediglich ein Treffen mit ihr erhofften, zurück.
Bereits im Alter von 15 Jahren verdiente sie sich ihr Geld als professionelle Porträtmalerin. 1774 erklärte sich dann die Académie de Saint-Luc bereit ihre Arbeiten auszustellen, sodass sie am 25. Oktober desselben Jahres ein offizielles Mitglied wurde. 
1776 heiratete Élisabeth den Maler und Kunsthändler Jean-Baptiste-Pierre Lebrun, zu dieser Zeit florierte ihr Geschäft immer mehr, sodass sie begann, zahlreiche Adelige zu porträtieren, bis 1778 sogar die französische Königin Marie Antoinette ein Bild von sich anfertigen ließ. Von ihrer Arbeit begeistert, wurde Le Brun zu ihrer Lieblingskünstlerin und reiste von nun an regelmäßig nach Versailles, um zahlreiche weitere Porträts der Königfamilie anzufertigen. Auch die Geburt ihres 1780 geborenen Kindes Jeanne Julie Louise hinderte Le Brun nicht daran, weitere Reisen zu unternehmen und ihre Maltechniken weiter auszubessern.

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Begeistert von Vigée-Lebruns Werken, sorgte Marie Antoinette, die Proteste der männlichen Verantwortlichen ignorierend, eigens dafür, dass man Le Brun am 31. Mai 1783 als Mitglied der Königlichen Akademie für Malerei und Skulptur aufnahm.
Dabei handelte es sich um „eine durch Ludwigs XIV. im Jahr 1648 genehmigte Künstlervereinigung, die während der Französischen Revolution im Jahr 1793 vom Nationalkonvent geschlossen wurde. Ihre wenige Jahre darauf gegründete Nachfolgeinstitution, die Académie des Beaux-Arts, existiert bis heute.“
Als sie im August desselben Jahres das erste Mal ihre Arbeiten im Salon der Académie ausstellte, waren ihre Werke jedoch teilweise umstritten.
„Im Sommer 1785 stellte sie eine Reihe von Gemälden in der Académie Royale aus, die größtenteils positiv bewertet wurden. Auch nachfolgende Ausstellungen wurden begeistert aufgenommen.“


Lebr03Der Erfolg zeigte jedoch schnell seine Schattenseite, so sorgte ein frei erfundener Briefwechsel zwischen Le Brun und dem damaligen Finanzminister für großes Aufsehen. Ihr Ruf wurde stark geschädigt, denn man verdächtigte sie eines Verhältnisses. Heutigen Quellen nach zu urteilen, soll Vigée-Lebrun ihrem Mann jedoch zeitlebens treu geblieben sein.
Am 6. Oktober 1789 musste Vigée-Lebrun jedoch, im Zuge der Französischen Revolution, das Land verlassen und im Exil Unterschlupf suchen. Zwar war es ihre Absicht wieder schnellstmöglich nach Paris zurückzukehren, doch die äußerst prekären Zustände zwangen die junge Künstlerin für insgesamt zwölf Jahre ihrem Heimatland fern zu bleiben, denn als sie nach Venedig floh, hatte man sie in Frankreich auf die Liste der Auswanderer gesetzt und somit verlor sie sämtliche französische Bürgerrechte.
Obwohl ihre Werke auch fernab von Frankreich Bewunderung erweckten und sie weiterhin in aristokratischen Kreisen verkehrte, wo sie sich ein beträchtliches Vermögen aneignete, zog es sie am 18. Januar 1802 schließlich zurück nach Paris. „Da sie nun in ganz Europa als Porträtmalerin bekannt und beliebt war, besuchte sie nach dem Frieden von Amiens London und fertigte Porträts zahlreicher britischer Persönlichkeiten wie Lord Byron an.“ 1807 erhielt Le Brun einen Auftrag des kaiserlichen Hofes, ein Porträt von Napoleon Bonapartes Schwester Caroline anzufertigen, es sollte dort ihr letztes bleiben.
Élisabeth Vigée-Lebru verstarb am 30. März 1842 als letzte der Familie in ihrer Wohnung  im Alter von 86 Jahren. Ein Jahr zuvor erlitt sie bereits einen Schlaganfall, der eine dauerhafte Lähmung nach sich zog.
Kunst

Onlinebestellung

Für den Herbst/Winter habe ich eben erstmal eine etwas größere Bestellung aufgeben, jetzt fahre Donnerstag nur noch los Schuhe kaufen und das wichtigste ist  vorerst erledigt. Einen Wunsch habe ich aber noch: einen schönen langen roten Schal, am besten ohne groben Strick und orange-Stich. Wenn ihr sowas irgendwo gesehen habt, dann lasst es mich doch bitte wissen :)
Die bestellten Artikel habe ich euch mit den beiden Onlinestores unten verlinkt, damit ihr auch ein bisschen stöbern könnt. Jetzt wünsche ich euch noch einen schönen Rest-Sonntag und genießt die letzten Sonnenstrahlen  :)

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Kleid // Mantel // Tasche (unten): Chicwish // Tasche (oben): Asos

Icona Pop - 1LIVE Zweiter.Zehnter.

Es war legendär: in der Nacht vor dem Tag der Deutschen Einheit!
Vom 2. auf den 3. Oktober startete 1LIVE die weltgrößte Clubnacht, die der Sektor je erlebt hat. Mit 50 Partys in 50 Clubs zelebrieten wir die Sektoreinheit.

Das DJ-Line-Up von 1LIVE konnte sich sehen lassen. Man holte die Besten der Besten und so standen zahlreiche national und international erfolgreiche DJs am 2.10. an den Turntables.

Im Stereo Bielefeld konnten sich meine Freunde und ich auf einen super Abend mit Icona Pop freuen, denn uns erwartete neben ihrem Superhit „I Love It“, auch ein bunter Mix aus allem, was den Schwedinnen musikalisch unter die Finger kam. Icona Pop tanzten aber auch gerne mal selbst auf ihrem Pult rum, feuerten die Partymeute an und sorgen für beste Stimmung.

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Eli Saab

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Eli Saab ist ein libanesischer Modeschöpfer und wurde 1964 in Beirut geboren. Schon als Kind zeigte er sein erstes Interesse an Mode und zog im jungen Alter von 18 Jahren schließlich nach Paris, um dort Mode zu studieren. Bereits im nächsten Jahr eröffnete er dort sein erstes Atelier, doch bis heute fühlt er sich mit seinem Heimatstaat, dem Libanon, sehr verbunden, sodass sich dort auch der Sitz seines Hauptateliers befindet. 
Nachdem großen Erfolg seiner „Ready-to-wear“-Kollektion, die weltweit in Städten wie Paris, Madrid, Moskau, New York City und Hong Kong verkauft wurde, und die Schauspielerin Halle Berry ein von ihm angefertigtes Kleid zu den Oscars trug, sind Elie Saabs Kleider beliebter denn je.

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Hamburgs Musical "Tarzan"


1016185_531325946916152_1506296326_nNachdem ich im März diesen Jahres das Glück hatte Hamburgs erfolgreichstes Musical "König der Löwen" zu sehen (klickt *hier*), war ich vor einigen Monaten noch bei der Aufführung von "Tarzan" und möchte euch dies auch nicht vorenthalten :)
Das Musical "Tarzan" basiert auf der gleichnamigen Disneyverfilmung und wurde zum ersten mal 2006 am Broadway aufgeführt, bis es im Oktober 2008 nach Hamburg kam. Im Herbst diesen Jahres wechselt das Musical jedoch zu seinem neuen Aufführungsort nach Stuttgart.

Tarzan, der Sohn britischer Eheleute, wurde noch als Säugling im Urwald zurückgelassen, nachdem seine Eltern von Meuterern überfallen und schließlich getötet wurden. Völlig auf sich allein gestellt, findet ihn schließlich die Affendame Kala, die ihn mit zu ihrem Stamm nimmt und dort liebevoll aufzieht. Da Tarzan nie eine andere Welt als die seinige kennengelernt hat, sind ihm andere Menschen fremd und so sieht er in sich selbst einen andersartigen Affen, der mit allen Mitteln versucht seinem tyrannischen Zugvater gerecht zu werden. Dieser ist sich Tarzans Abstammung jedoch sehr wohl bewusst und sieht in ihm eine Bedrohung seiner Herde, sodass er ihn im Kindesalter mitten im Urwald aussetzt. Kala, die von diesem Vorhaben hört, macht sich direkt auf den Weg um ihren Sohn zu finden. Als die beiden schließlich wieder vereint sind, beschließen sie, ihr zukünftige Leben gemeinsam, abseits von der Herde, zu verbringen.
Auf seinen Reisen durch den Jungle begegnet er zufällig der jungen Naturforscherin Jane, die gemeinsam mit ihrem Vater angereist ist, um dort neue wissenschaftliche Erkenntnisse zu sammeln. Im Laufe ihrer Bekanntschaft verlieben sich Tarzan und Jane ineinander und beschließen schließlich Afrika zu verlassen um nach England zu ziehen. Tarzan fällt dieser Abschied aus seiner geliebten Heimat jedoch sehr schwer, sodass Jane aus Liebe zu diesem im Urwald bleibt. Dort leben sie dann bis zu ihrem Todestag glücklich miteinander.

Atemberaubende Kostüme und waghalsige Sprünge über die Köpfe der Zuschauer, zeichnen dieses Musical aus. Die spektakuläre Luftakrobatik und der dazu parallele Gesang runden das Ganze ab. Die Produktionskosten belaufen sich wöchentlich auf eine halbe Millionen Euro, nur um den Zuschauern das perfekte Junglefeeling zu vermitteln. Besonders begeistert haben mich vor allem die komplexen Choreographien der Schauspieler, die im sogenannten "ape movement" die Bewegungsabläufe unserer nächsten Verwandten genaustens imitieren. Durch die ausdrucksstarke Mimik und die langen und schweren Bewegungen der Akteure entsteht so nicht der Eindruck, man betrachte einen Menschen im Affenkostüm. Auf diesem Weg gelingt es den Darstellern, eine ausgezeichnete Authentizität zu entwickeln.
Wer allerdings eine neue Interpretation der bereits bekannten Geschichte "Tarzan" oder grandiose Gesangseinlagen à la "Das Phantom der Oper" und "König der Löwen" erwartet, könnte enttäuscht werden. Die musikalische Qualität ist gut, aber nicht überragend. Hin und wieder hat  man Schwierigkeiten einzelne Schauspieler gut zu verstehen, da auf ein sehr multikulturelles Team von Akteuren gesetzt wird und dabei viele verschiedene Akzente nicht ausbleiben.

Alles in allem bietet "Tarzan" dennoch ein tolles Musicalvergnügen und ist seinen Besuch auf jeden Fall wert. Die Kostüme und freien Sprünge durch den ganzen Zuschauersaal sind großartig und die Schauspieler sehr authentisch. Lediglich bei der gesanglichen Qualität kann es mit einigen anderen berühmten Musicals der Hafenmetropole nicht mithalten.

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Bilder mit freundlicher Genehmigung von Stage Entertainment

Zuhair Murad Couture Spring/Summer 2013


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Im Libanon geboren, wuchs Zuhair Murad in Baalbek auf. Mit nicht einmal zehn Jahren, begann er erste Kleider zu skizzieren. Im Jahr 2001 präsentierte er dann zum ersten Mal seine Kollektion während der Haute-Couture-Woche in Paris, bis er im Jahr 2007 seinen eigenen Laden im Herzen von Paris eröffnete, der noch heute als eine beliebte Anlaufstelle für ein bunt gemischtes Publikum gilt. Mittlerweile ist die Marke Zuhair Murad in über 100 Filialen auf der ganzen Welt vertreten, darunter auch in New York, Moskau und London.

Im Januar diesen Jahres präsentierte Zuhair Murad seine neuste Frühjahrs/Sommer Kollektion bei der Haute-Couture-Show in Paris und alles unter dem Motto "Golden Age". An dieser Kollektion begeisterten mich in erster Linie  die vielen Stickereien, Federn, Pailletten und anderen Applikationen. Diese eng anliegenden Kleider stehen für absolute Weiblichkeit und vermitteln mit ihren goldenen und schimmernden Stoffen eine Rückbesinnung an die längst vergangene Antike. Durch Tüll und Seide werden die Stoffe fließender und passen sich perfekt der weiblichen Silhouette an. Ich habe selten eine Kollektion gesehen, die mir auf Anhieb so gut gefiel und an der ich mehr oder weniger nichts auszusetzen hatte. Ich hoffe euch geht es genauso und ihr genießt das nun folgende Video der 16-minütigen Show.Viel Spaß :)

Protestaktion gegen Wildtiere in Osnabrück

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Immer wieder hört man von schockierenden Fällen, in denen hilflose Tiere für Aufführungen eingesperrt, gequält und völlig verängstigt werden. Bislang haben bereits 16 Länder sämtliche oder bestimmte Wildtierarten für Zirkusauftritte verboten und immer wieder wird nun auch in Deutschland über ein solches Verbot diskutiert. 

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Am 24. August kam es in der osnabrücker Innenstadt schließlich zu einer Protestaktion von engagierten Tierschützern. Den konkreten Anlass dazu gab der Circus Voyage, der zu dieser Zeit seine Pforten in Osnabrück öffnete. Unterstützt wurde die Aktion von der Tierschutzorganisation PETA. Ziel war es, dass sich so viele Menschen wie möglich mit den unwürdigen Lebensbedingungen dieser Tiere auseinandersetzen. Dafür gestaltete man im Voraus eigene Plakate, Flyer und Sticker. Der zentrale Fixpunkt dieser Protestaktion bildete der Infostand vor der Kamp Promenade, doch von den insgesamt 20 anwesenden Tierschützern gab es auch einige, die mit Klemmbrettern und Fylern durch die Stadt liefen und im sogenannten "walking act" das direkte Gespräch mit den Menschen suchten.

Im Laufe des Tages konnten Kai Seidel und sein Team insgesamt 664 Unterschriften für ein Verbot von Wildtieren im Zirkus sammeln. Besonders beeidruckend war das breite Altersspektrum, dass während der Unterschriftenaktion abgedeckt wurde. Von Familien mit kleinen Kindern bis zu älteren Menschen war alles dabei: "Wir waren echt überrascht wie viele Leute schon davon überzeugt waren nicht in einen Zirkus mit Tieren zu gehen", äußerte sich Kai Seidel, einer der Organisatoren, dazu. Da diese Aktion so erfolgreich gelaufen ist, soll sie ein bis zwei Monate nach der Bundestagswahl wiederholt werden. Wenn ihr euch über weitere Tierschutzaktionen in der Nähe von Osnabrück informieren wollt, dann tretet doch bitte der Facebookgruppe "Peta 2 Streetteam Osnabrück" bei.

Ich möchte nun noch auf die Online-Kampagne von Peta www.tyke2014.de hinweisen, dort gibt es die Möglichkeit eine Petition gegen das Halten von Wildtieren zu unterzeichnen.

Das JugendMedienEvent 2013


Vom 29. August bis 1. September fand das 16. JugendMedienEvent der Jugen Presse, dem Verein junger Medienmacher, in Berlin statt. Während dieser Veranstaltung kamen hunderte medienbegeisterte Jugendliche in Berlin zusammen, um an zahlreichen Workshops, Diskussionspanels, Redaktionsbesuchen und vielem mehr, teilzunehmen. Vier Tage lang konnten wir von Journalisten und Medienmachern lernen, mit Politikern diskutieren und uns mit Gleichgesinnten austauschen.
An diesem Wochenende hielten rund 40 Referenten ehrenamtlich Seminare, es gab Veranstaltungen an 27 Orten und ein Teilnehmer hatte im Durchschnitt 4 Stunden Schlaf pro Nacht.
Wir sahen unter anderem als erste Menschen die Preview des Films "Alles eine Frage der Zeit", der für andere Kinobesucher und Journalisten noch nicht zugänglich ist. Außerdem bekamen wir die Möglichkeit den mehrfach ausgezeichneten Film "Oh Boy" zu sehen um anschließend mit dem Hauptdarsteller Tom Schilling und seinem Regisseur Jan Gerster sprechen zu können. Wir waren die Jury eines Poetry Slams, feierten zu Rock Bands, besuchten die Bild- und Weltredaktion, Radiosender und vieles mehr.

Ich werde in der nächsten Zeit ein paar Beiträge zu den verschiedenen Programmpunkten, die mir ganz besonders gut gefielen, veröffentlichen - seid also schon mal gespannt :)
Und vielleicht sehen wir uns ja auch bald: beim nächsten JME 2014! 


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Ein Plädoyer gegen die Grausamkeit

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Wussten Sie, dass fast ein Drittel der Landoberfläche unseres Planeten für Tierzucht verwendet wird? Heutzutage wissen wir kaum etwas über die Produkte, die wir einkaufen, doch spätestens nachdem man Foer gelesen hat müsste es klar sein: Fleisch zu essen ist schlecht für unsere Gesundheit, die Umwelt und unterstützt einen derart schlimmen Missbrauch an Tieren. Denn eben diese drei Punkte greift der Schriftsteller und Philosoph Jonathan Safran Foer in seinem 2010 erschienenen Werk „Tiere essen“ auf und legt dabei seinen besonderen Schwerpunkt auf die Massentierhaltung. Schonungslos ehrlich berichtet er über all das, was in deutschen Esszimmern nur all zu gerne unter den Teppich gekehrt wird. Doch wieder erwartend handelt es sich bei „Tiere essen“ nicht um eine missionarische Bekehrungsschrift, sondern um eine, wie es das Greenpeace Magazin so treffend formulierte, mit Witz und Provokation gepaarte akribische Recherche.
Nächtliche Einbrüche in Tierfarmen, Anekdoten aus dem Leben des Autors und philosophische Fragen gehören diesem Buch ebenso an wie eine Vielzahl von Recherchen und dabei ist „Tiere essen“ so objektiv, wie es für ein journalistisches Werk nur möglich ist, denn Jonathan Safran Foer verwendete für seine Studien nur die konservativsten Statistiken aus Wissenschaft und Industrie und engagierte zusätzlich zwei unabhängige Experten, um diese zu bestätigen.

Die Frage, die mir jedoch nicht aus dem Kopf ging, war, wie es ein Buch, dass über Themen berichtet, die der Durchschnittsbürger in der Regel weder hören noch sehen will, auf die internationale Bestsellerliste schaffen konnte.
Schon seit Jahrtausenden beschäftigen sich Menschen, darunter auch berühmte Philosophen wie Pythagoras, Sokrates und Platon, mit der Frage, ob die Existenz des Menschen über der eines Tieres steht. Bekannte Persönlichkeiten wie Voltaire, Mahatma Gandhi oder Charles Darwin folgten und sie alle stellten dieselben Fragen. Warum sollte es also gerade „Tiere essen“ sein, das derart polarisiert und eine wahre Vegetarierwelle auslöste?
Möglicherweise traf Jonathan Safran Foer mit seinem Buch nur den Nerv einer Zeit, die sich im Wandel befindet, denn die Anzahl der Vegetarier in Deutschland hat sich in den letzten dreißig Jahren weit mehr als verzehnfacht. Doch vielleicht war es auch seine persönliche und unbefangene Art, die Dinge anzugehen, ohne den Leser dabei durch Schuldzuweisungen zu einer Entscheidung zwingen zu wollen. Mit „Tiere essen“ bringt er unabweislich zahlreiche unangenehme und bis dato auch unausgesprochene Tatsachen auf den Tisch, dass einem die Lust am Fleischessen wahrlich vergehen kann, doch schlussendlich lässt er jeden seiner Leser für sich entscheiden, was er am Ende mit dem neu gewonnenen Wissen anfangen möchte.

Bereits Siegmund Freud sagte einmal: „Ich ziehe die Gesellschaft der Tiere der menschlichen vor. Gewiss, ein wildes Tier ist grausam, aber die Gemeinheit ist das Vorrecht des zivilisierten Menschen.“
Ein Tier, das weder sinnvolle Zusammenhänge verstehen, noch deuten kann, ist dem Menschen in einem zweifelsfrei unterlegen: es kann nicht die Verantwortung für sein Handeln übernehmen. Ganz anders als der Mensch, der Zusammenhänge versteht und über Empathie verfügt und daher auch die nötige Verantwortung für unser sein Handeln übernehmen muss. Letztendlich liegt also alles was wir tun und wer wir sind in unseren Entscheidungen. Wir haben die Wahl, die Dinge zu verändern oder sie beim Alten zu belassen und genau hier liegt die eigentliche Botschaft dieser autobiographischen Recherche: entscheide selbst, was du mit deinem Wissen anfangen möchtest, doch sage am Ende nicht, du hättest von alledem nichts gewusst!

Portrait von Jonathan Safran Foer: Jerry Bauer 

Hamburgs Musical "Der König der Löwen"


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Vor kurzem hatte ich das Glück, Hamburgs wohl bekanntestes Musical „Der König der Löwen“ zu besuchen. Seit Beginn der Primäre 2001 ist die Show Abend für Abend ausverkauft und lockte bis heute über 5 Millionen Menschen an. Das Theater liegt inmitten des Hamburger Hafen und ist durch eine Fähre, die über die Elbe führte, zu erreichen. Ich kannte die Geschichte von Simba, dem kleinen Löwenkind, noch aus Kindertagen, aber ich hatte letztendlich keine genauen Vorstellungen darüber, was mich auf der Bühne tatsächlich erwarten würde.


Mufasa, der König der Löwen, bringt gemeinsam mit seiner Frau Sarabi den kleinen Löwenjunges Simba zur Welt. Mufasa erzieht seinen Sohn mit viel Liebe, aber auch der nötigen Strenge um ihn auf seine zukünftige Herrschaft über das „Geweihte Land“ vorzubereiten. Während Mufasa von seinem Volk verehrt wird und für seine Güte und Liebe zu allen dort ansässigen Lebewesen bekannt ist, genießt sein eifersüchtiger Bruder Scar nur wenig Ansehen. Blind vor Hass versucht dieser auf jede erdenkliche Weise dem Thron einen Schritt näher zu kommen und schreckt so auch nicht vor einer Ermordung Mufasas zurück. Simba, der sich die Schuld für den Tod seines Vaters gibt, flüchtet daraufhin verstört in die Wüste. Dort angekommen bricht er auf Grund der großen Erschöpfung zusammen und wird von dem Erdmännchen Timon und dem Warzenschwein Pumbaa gerettet, die ihn in eine Oase bringen und liebevoll großziehen. Zwischen den dreien entwickelt sich schnell eine tiefe Freundschaft, doch als Simba älter wird und Nala, eine Spielgefährtin aus Kindertagen, auftaucht, berichtet sie ihm von dem Verfall des Landes, das unter der Regentschaft von Scar zunichte geht. Simba muss hier schließlich erkennen, dass er nicht mehr länger die Entschuldigung hat ein Kind zu sein und macht sich auf um dem ehemaligen Land seines Vaters zu seiner vorherigen Schönheit zurück zu verhelfen. Nach einem spannenden Zweikampf zwischen Simba und Scar, bei dem letzterer zu Tode kommt, wird Simba schließlich zum König erklärt und führt das Land in seine vorherige Ordnung zurück.


kdl_step3_pumbaIch ging zwar davon aus, dass dieses Musical sicherlich seinen Besuch wert sein würde, aber mit einer derart großartigen und originellen Inszenierung hatte ich wirklich nicht gerechnet. Die bunten und ausgefallenen Kostüme, die Art wie die Schauspieler diese nutzten und zum Leben erweckten, war wohl neben der großartig gestalteten Kulisse einer der Gründe, weshalb einem das ganze Stück so lebendig und nah erschien.
Die amerikanische Theaterregisseurin Julie Taymor ist die Schöpferin des Musicals und sagte zu dem Spiel mit den teilweise überlebensgroßen Puppen: "Man benötigt ein großes Talent und ein starkes Verlangen. Wenn du hier mitspielen willst, dann musst du die Fähigkeit haben dich selbst zu verlieren. Man muss dazu in der Lage sein, seine Persönlichkeit durch die Puppe sprechen zu lassen. Das ist eine sehr asiatische Art zu spielen und ungewöhnlich für Europäer. Man muss dazu in der Lage sein, sich von dem Charakter zu lösen und seine ganze Energie und sein ganzes Talent in ein animiertes Objekt stecken [...]"
Die kräftigen Stimmen der Musicaldarsteller schafften es mit einer Leichtigkeit den ganzen Saal auszufüllen. Imposante über zwei Meter große Elefanten stolzierten wie selbstverständlich durch die Zuschauerränge, Gazellen sprangen von einer Ecke in die andere und die ausgeklügelten und bis ins Detail geplanten Choreografien verliehen dem ganzen noch den krönenden Abschluss. 
Das sehr internationale Team hat mich ebenfalls beeindruckt, in dieser Gruppe wurde mit Menschen aus 15 verschiedenen Nationalitäten aus der ganzen Welt zusammengearbeitet. Das habe ich noch nie zuvor gesehen und es war wirklich großartig. Besonders verliebt habe ich mich, genau wie auch schon damals in der Disneyverfilmung, in das Warzenschwein Pumbaa, das die Zuschauer mit seiner putzigen Naivität aber auch unendlichen Großmütigkeit zum Schmunzeln brachte. Wirklich großartig verkörpert wurde meiner Meinung nach auch Scar, der Bruder des Königs, der in seiner Rolle mit einer bemerkenswerten Authentizität glänzte. Lediglich den älteren Simba fand ich weniger überzeugend, es fehlte ihm meiner Meinung nach an der nötigen Ausstrahlung und dem "gewissen Etwas". 
Nichtsdestotrotz war die gesamte Aufführung durch und durch ein voller Erfolg und hat mich für die erstaunlich lange Spieldauer von drei Stunden ganz in seinen Bann gezogen.

Das nächste Musical, das ich mir unbedingt ansehen möchte, ist im Übrigen "Das Phantom der Oper", das ab Dezember diesen Jahres wieder für zehn Monate zurück nach Hamburg kommt. Darauf freue ich mich schon so unglaublich, auch wenn es also noch ein  bisschen hin ist: seit schon mal gespannt auf eine weitere Rezension :)

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Bilder mit freundlicher Genehmigung von Stage Entertainment