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Vegetatismus/Veganismus

Ex Beatle Sir Paul McCartney hat schon oft gesagt: "If slaughterhouses had glass walls, everyone would be vegetarian." (dt. "Wenn Schlachthäuser Wände aus Glas hätten, dann wäre jeder Vegitarier.").


Bentham war im 19. Jahrhundert einer der wichtigsten Sozialreformer Englands. Er forderte die allgemeinen Wahlen, das Frauenstimmrecht, die Abschaffung der Todesstrafe, die Legalisierung der Homosexualität, die Pressefreiheit und die Tierrechte. Er sagte einmal:
„Es mag der Tag kommen, an dem man begreift, dass die Anzahl der Beine, die Behaarung der Haut oder das Ende des Kreuzbeins gleichermaßen ungenügende Argumente sind, um ein empfindendes Wesen dem gleichen Schicksal zu überlassen. Warum soll sonst die unüberwindbare Grenze gerade hier liegen? Ist es die Fähigkeit zu denken oder vielleicht die Fähigkeit zu reden? Aber ein ausgewachsenes Pferd oder ein Hund sind unvergleichlich vernünftigere sowie mitteilsamere Tiere als ein einen Tag, eine Woche, oder gar einen Monat alter Säugling. Aber angenommen dies wäre nicht so, was würde das ausmachen? Die Frage ist nicht 'Können sie denken?' oder 'Können sie reden?', sondern ‚Können sie leiden?'.“

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(Einen Großteil der nun folgenden Informationen habe ich aus einem Film von der Tierschutzorganisation PETA entnommen, den ich hier jedoch auf Grund der Altersfreigabe (Fsk 18) nicht veröffentlichen möchte.)




Hühner sind intelligente Tiere, deren logisches Denkvermögen in einigen Fällen, das von Hunden und Kindern überschreitet. Sie sind ebenfalls hoch soziale Tiere, mit einer komplizierten Rangordnung, dennoch werden Hühner meist ihr ganzes Leben lang in winzigen Käfigen gehalten, in denen sie nichts ausleben können, was natürlich für sie ist.
  • Hühner werden in riesigen Massen in dreckigen Hallen gehalten, dort leben sie dann in Mitten ihrer eignen Exkremente
  • Hühner und Puten werden so gezüchtet, dass sie schneller wachsen, das hat zur Folge, dass sie häufig unter ihrem eignen Gewicht zusammenbrechen
  • Ihre Schnäbel werden ihnen abgeschnitten, was ihnen chronische Schmerzen bereitet, die Studien zu Folge mehrere Monate andauern
  • Durch die viel zu kleinen Käfige, in denen sie nicht einmal ihre Flügel ausstrecken können, bilden sich ihre Muskeln zurück und ihre Knochen werden geschwächt, was wiederum dazu führt, dass sie schließlich brechen
  • Ihre Füße reißen ein, weil sie 18 Monate auf Draht stehen müssen, bevor sie abtransportiert werden
  • Wenn ihnen schließlich die Kehlen aufgeschnitten werden, sind viele noch bei vollem Bewusstsein

Schweine sind intelligenter als Hunde, ihre kognitiven Fähigkeiten überschreiten die eines dreijährigen Kindes und sie übertreffen sogar einige Primatenarten in verschiedenen Aufgaben. Doch viele von ihnen werden in der Massentierhaltung auf Grund von Stress, Angst und fehlender geistiger Stimulation schirr verrückt.
  • Zuchtsauen werden wie Maschiene behandelt und müssen einen Wurf nach dem anderen bekommen
  • sie haben nicht einmal genug Platz um sich umzudrehen und ihre Ferkel zu beschnuppern
  • kranke oder zu kleine Ferkel werden routinemäßig immer wieder auf den Boden geschlagen, bis sie schließlich sterben
  • Schweine werden ähnlich wie Hühner so gezüchtet, dass sie unnatürlich schnell wachsen, das verursacht Erkrankungen, Verletzungen und ständige Schmerzen
  • alle Tiere müssen die schrecklichen Transporte vor ihrer Schlachtung durchmachen, viele überleben nicht einmal die Fahrt
  • die Betäubung durch die elektrische Zange ist unzuverlässig und wenn ihnen die Kehlen durchgeschnitten werden, sind viele Schweine noch bei vollem Bewusstsein

Kühe vergessen niemals ein Gesicht oder einen Ort und sie haben komplexe Fähigkeiten zur Lösung von Problemen. Diese sanftmütigen Tiere sind sehr schnell aufgeregt und machen manchmal sogar Luftsprünge, wenn sie die Lösung für ein Problem gefunden haben.
  • Kühe in der Milchindustrie erhalten völlig unnatürliche Nahrung um ihre Wachstum und die Milchproduktion zu fördern, so sind sie jedoch ständig aufgebläht und haben in Folge dessen schlimme Schmerzen
  • Viele vergessen: weiblich Kühe produzieren Milch für ihre Kinder, nicht für den Menschen
  • Mutterkühe in der Milchindustrie werden so ständig schwanger gehalten, damit die Milch weiter fließt
  • die Kälber werden ihnen kurz nach der Geburt entrissen, was beiden große seelische Qualen bereitet
  • einige werden genetisch manipuliert, damit sie bis an das zehnfache der Milch produzieren, die ihre Kälber normalerweise trinken würden
  • auf Grund des ständigen Melkens kann es zu der schmerzhaften Krankheit Mastitis führen, dies ist eine bakterielle Entzündung der Brustdrüsen
  • wenn sie für die Milchproduktion nicht mehr von Nützen sind, werden sie ins Schlachthaus gebracht und vor allem zu Hamburgern und Suppen verarbeitet
  • genau wie bei Schweinen, Pferden oder Rindern ist auch hier der Bolzenschuss oft nicht ausreichend, dabei wird den Tieren ein dicker und langer Eisenstab direkt durch die Schädeldecke bis ins Gehirn geschossen

Die Wissenschaft ist sich einig, dass Fische intelligent sind und ausgeprägte, individuelle Persönlichkeiten besitzen. Sie können Werkzeuge benutzen und haben ein sehr gutes Gedächtnis. Sie empfinden genau wie Säugetiere Schmerzen und dennoch werden sie milliardenfach auf eine Art und Weise getötet, die bei jeder anderen Tierart illegal wäre.
"Ich esse niemanden, den ich kenne. Ich würde willentlich einen Barsch genauso wenig essen, wie einen Cocker Spaniel. Sie sind so freundlich und neugierig. Wissen Sie, Fische sind sensibel, sie haben Persönlichkeiten und spüren Schmerzen, wenn sie verletzt sind."
- Dr. Silvia Earle

  • wenn die Fische an die Schiffe gezogen werden, trocknen sie aus oder sie erleiden Druckverlust und werden durch das Gewicht der dort liegenden Leichen erdrückt
  • Delphine, Wale und auch Schildkröten, auf die es die Fischer gar nicht abgesehen haben, von der Fischereiindustrie lediglich als "Beifang" bezeichnet, werden routinemäßig an Harken gefangen oder verfangen sich in die Netze
  • Umweltwissenschaftler sagen, dass wenn die Fischereiindustrie unsere Meere weiterhin so missbraucht, werden die Ozeane, Meereswissenschaftlern zufolge, im Jahr 2048 leer gefischt sein
  • der Konsum von Fisch ist der Hauptauslöser von Nahrungsmittelvergiftungen und die einzig ernst zunehmende Situation, in denen Menschen Quecksilber ausgesetzt sind


Fleisch zu essen ist schlecht für unsere Gesundheit, die Umwelt und unterstützt einen derart schlimmen Missbrauch an Tieren. 

Die moderne Fleischproduktion ist für die Auslöser verschiedener Krankheiten verantwortlich, wie z.B. BSE und der Vogelgrippe. Außerdem sind tierische Produkte häufig mit einer ganzen Reihen von Bakterien verseucht, wie Campylobacter, Salmonellen und E. coli. Der Konsum von Fleisch, das in jedem Fall von Cholesterin und Fett durchsetzt ist, ist auch ein Hauptgrund dafür, dass heute so viele Menschen übergewichtig sind und Herzerkrankungen und Krebs bekommen. Studien belegen, dass Vegetarier und Veganer für solche Krankheiten weniger anfällig sind und wenn ihr die Umwelt schützen wollt, dann solltet ihr wissen, dass Wissenschaftler der vereinten Nationen aussagen, dass Fleisch für 40 % mehr Treibhausgase, also die Gase, die zum Klimawandel beitragen, verantwortlich ist, als alle Transportmittel der Welt zusammen. Weiter gibt der UN-Bericht an, dass Fleischkonsum einer der Hauptgründe für Landabtrgung, Wasserknappheit und Verschmutzung von Luft und Wasser ist. Wenn wir also die Umwelt schützen wollen, dann ist der wichtigste Schritt, Fleisch für immer von unserer Einkaufsliste zu streichen!


Nur Vorurteile erlauben es den Menschen Unterschiede zwischen dem Missbraucht eines Hundes oder eines Huhns oder einer Katze und eines Schweins zu machen. Doch Leid ist Leid, ganz egal wo es vorkommt.

"Ich bin Leben, das leben will, inmitten von Leben, das leben will."
- Albert Schweitzer


Kommentare:

die Bia hat gesagt…

Besseres Bewusstsein für das, was wir konsumieren ist wünschenswert. Aber dann müsste man's auch konsequent durchziehn. Gummibärchen sind mit Gelatine (kommt vom Tier). Käse wird immer noch hauptsächlich mit tierischem Lab gemacht, nicht mit künstlich hergestelltem. MakeUp wird an Tieren getestet. Crémes werden an Tieren getestet. Die meisten "besseren" Schuhe sind aus Leder (logischerweise auch vom Tier), genauso wie Möbelbezüge, Autositze, und und und. Ich will dich persönlich nicht angreifen, du weißt, ich mag dich & deinen Blog, aber bevor man gegen die "Fleischesser" schimpft, muss man sich im Klaren sein, was dieser absolute Fleischverzicht bedeuten muss, wenn man logisch weiter denkt.

Ich hab für mich, unter anderem wegen einiger oben genannter Gründe, entschieden, auf einige Fleischsorten (und daher auch Tierprodukte) zu verzichten, aber ich verurteile niemanden, der "überzeugter" Fleischesser ist. Weil erstens, ist unser Magen (unter anderem) für Fleisch ausgerichtet, also ist nichts unnatürlich am Fleischkonsum & zweitens kann man auch darauf achten, welches Fleisch man isst. Ich weiß zum Beispiel, dass die Tiere beim Metzger meines Vertrauens gut und ordentlich gehalten werden (ja, das weiß ich wirklich), und dass meine Oma, als sie noch Tiere im Garten hatte, die auch ordentlich gehalten hat. Generelles Fleischverbot oder generelle Abneigung Menschen gegenüber, die Fleisch essen, finde ich also etwas übertrieben.

Außerdem sind die allerschlimmsten sowieso die, die behaupten, aus moralischen Gründen kein Fleisch zu essen, sich aber ab und zu trotzdem mal den ein oder anderen Lachs gönnen und Lederhandschühchen tragen. DAS ist nämlich Doppelmoral und einfach unter aller Sau.

So, jetzt bin ich fertig :D. Wie gesagt, kein persönlicher Angriff, aber bei manchen Themen muss ich einfach meinen Senf in möglichst vielen Zeilen zu geben :D.

Liebste Grüße, Bia.
http://geniusdressing.blogspot.com

Lisa Speckmann hat gesagt…

Wir alle entscheiden jeden Tag mit unserem Konsum über Leben und Tod. Wir haben die Fähigkeit Zusammenhänge zu verstehen und tragen daher die Verantwortung. Wir können uns auch Dinge vorstellen, die es noch nicht gibt. Das gibt uns eine unglaubliche Macht, aber auch eine enorme Verantwortung. Wir Menschen haben große geistige Fähigkeiten, nutzen sie aber viel zu selten, sind faul und bequem. Heut zu Tage wissen wir kaum etwas über die Produkte, die wir einkaufen.
Um Fleisch zu essen, muss ein Tier gehalten werden. Damit es nicht weg läuft wird es eingesperrt und da es eingesperrt ist, kann es natürliche Verhaltensmuster, z.B. das Weglaufen, nicht ausleben. Es leidet unter Langeweile, steht in den eigenen Ausscheidungen und kann überhaupt gar nicht so leben, wie es eigentlich leben wollte. Aber da es ja nichts anderes kennt, sagen sich die Leute, dass es ja nichts anderes gewohnt ist. Nur: biologische Grundvoraussetzungen sind vorgegeben und d.h. die Verhinderung von natürlichen Lebensweisen führt zu Krankheiten und damit zu Qualen.
Heute kauft man Bio-Fleisch, das in einer Weise umworben wird, als würden die Tiere tot gestreichelt werden.
Und wie ich es auch schon oben beschrieben habe:
Die Betäubung durch die elektrische Zange, auch bei deinem Bauern des Vertrauens, ist unzuverlässig und der Bolzenschuss oft nicht ausreichend.

Kein Mensch muss heutzutage Fleisch essen. Einige unserer entfernten Vorfahren aßen Fleisch, die Frage die sich aber heute stellt ist: Sind wir als moderne Menschen eher vom Typ Homo Habilis oder vom Homo Erectus? Richtig, weder noch. Wir leben nicht in Höhlen und essen Innerein von gammelnden Tieren, wir gehen nicht mit selbst gebastelten Waffen, in Felle eingewickelt, auf die Jagd. Genau genommen ist es also völlig irrelevant wie unsere Vorfahren vor tausenden Jahren gelebt haben. Wir sollten mit unserer Ernährung in der Gegenwart ankommen.

die Bia hat gesagt…

Wie gesagt, jeder sollte bewusster damit umgehen, was er isst. Und wenn du auf Fleisch verzichtest (dann aber bitte ohne Doppelmoral) ist das dein gutes Recht und ich will's dir bestimmt nicht ausreden. Aber gleichzeitig solltest du auch die respektieren, die Tierprodukte nutzen oder Fleisch essen. Ich weiß, die meisten machen sich da keine Gedanken, aber viele machen sich auch keine Gedanken über die Armut in der dritten Welt oder über Menschenrechtsverletzungen in Fernost, und sind trotzdem nette Menschen.

Achja, Kinderarbeit is auch unter aller Sau, trotzdem kauft jeder bei H&M & Co. ein. Ein komplett moralisches Leben zu führen ist heutzutage gar nicht so einfach. Leider.

Lisa Speckmann hat gesagt…

Wegen der doppel Moral: Ich esse nie Fleisch und auch keinen Fisch - ohne Ausnahme. Ich verstehe dein Problem, dass es dich stört, wenn manche sowas wie eine Ausnahme machen und denken: "Einmal im Monat, kann ich mir doch ein schönes Steak gönnen.", aber mir ist das immer noch lieber, als wenn man jeden Tag Fleisch isst.

Kinderarbeit ist sicher "unter aller Sau", nur muss man beachten, dass diese Kinder so ihre Familien ernähren und es ihnen ohne dieser Art von Arbeit, so traurig das jetzt auch klingen mag, noch schlechter gehen würde. Man muss also weniger gegen die Konzerne vorgehen und mehr darauf achten, dass die Mindestlöhne für die Familien in den Ländern steigen, bessere Schulen gebaut werden und Chancengleichheit herrscht.
Erst dann macht es Sinn, der Kinderarbeit die Stirn zu bieten.

Und ich denke auch, dass jeder, der sich wirklich ernsthaft (!) mit dem Konsum von Fleisch beschäftigt, mit der Zeit einen natürlichen Ekel dagegen entwickelt.

mari.dalor hat gesagt…

Zunächst freue ich mich immer, wenn meist unbekannte Tatsachen über die Fleischindustrie etc publiziert werden.
Dann lese ich Kommentare von Menschen, die sich zwar Gedanken über die Herkunft ihrer Nahrung und Kleidung machen, im Grunde aber nichts ändern wollen und die Tatsache, andere Lebewesen zu essen oder sich ihrer Produkte zu bereichern, als vollkommen natürlich gegeben ansehen.
Danach folgen Rechtfertigungs- und Argumentationsstänge von beiden Seiten und eigentlich erfolgt keine Erkenntnis.
Was mir zeigt, dass solch aufklärerischer Texte trauigerweise eigentlich vor die "Säue geworfene Perlen" sind, wenn nicht ein Funken Interesse in der Leserschaft vorhanden ist.

Lisa Speckmann hat gesagt…

Ja, du hast Recht.
Aber manchmal ist es mir schon gelungen andere zu überzeugen. Zwei meiner Freunde und jetzt auch meine Schwester wurden bereits Vegetarier. Das ist vielleicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber für mich hat es sich damit schon gelohnt.
Und ich möchte noch anmerken, dass ich deine Lebenseinstellung absolut bewunder und du bist mir damit auch in gewisser Weise ein Vorbild geworden!