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2 kurze Vlogs aus England

Ein paar Fotos habe ich euch ja bereits aus England gezeigt, jetzt habe ich aber noch zwei kurze Vlogs (à la #followmearounds) zusammengeschnitten. Ich hoffe, ihr verzeiht die mittelmäßige Qualität und habt Spaß an den kleinen Einblicken ins wunderschöne England :) 



National Gallery London: Die Impressionisten



Wie versprochen folgt nun ein detaillierterer Bericht über meinen Besuch der Londoner National Gallery. Wie in meinem London-Post bereits gesagt, umfasst die Ausstellung hier Künstler aus sämtlich erdenklichen Epochen. Ob Mittelalter, Gotik, Barock, Impressionismus oder auch die Modere, hier ist so ziemlich alles dabei. Besonders gefreut habe ich mich unter anderem auf die Werke der Impressionisten -  vor allem Claude Monets Landschaftsmalereien gaben es mir hier angetan. Daher folgen nun ein paar Werke von Monet, Renoir und Degas, inklusive kurzer Beschreibung. Aus urheberrechtlichen Gründen habe ich auf meine eigenen Fotografien zurückgegriffen. Ich hoffe, ihr verzeiht die Qualität.

Es wird jedoch noch ein weiterer Beitrag folgen. Hier wende ich mich dann einer Auswahl epochenübergreifender Gemälde zu, sodass ihr auch einen etwas allgemeineren Blick in die Ausstellung bekommen könnt.

Claude Monet
Snow Scene at Argenteuil, 1875

Hier sehen wir eine Winterlandschaft des kleinen Dorfes Argenteuil um 18874-5. Dem kalten Winter verleiht Monet vor allem durch verschlafene Farben Ausdruck. Hier dominieren insbesondere verschiedene Grau- und Blautöne.
Dieses Bildnis gehört einer Sammlung von insgesamt 18 weiteren Malereien rund um seine Heimatstadt Argenteuil an und ist mit einer Maße von 71 cm x 91 cm das größte unter ihnen. Die meisten dieser Gemälde wurden nahe seines Hauses gemalt, in welches Monet kurz zuvor mit seiner Familie zog.


Claude Monet
The Gare St-Lazare, 1877

Auch dieses Bild gehört einer Reihe weiterer Gemälde an, insgesamt sind es 12 an der Zahl. Zu sehen ist hier die Sicht in die Pariser Bahnstation The Gare St-Lazare. 
Aus zwei Lokomotiven sieht man Passagiere aussteigen, während eine dritte im Hintergrund unter der Brücke verschwindet.
Dieses stark impressionistische Gemälde Monets wendet sich der aufkommenden industriellen Revolution und urbanen Landschaften zu. 


Claude Monet
The Water-Lily Pond, 1899

Mit über 250 Ölemälden gehören die Seerosenbilder der wohl bekanntesten Serie Monets an. Zu sehen sind stets seine Gärten in Giverny. Auch heute sind diese noch beliebte Touristenziele für Menschen aus aller Welt. Monet selbst verbrachte in Giverny seine letzten 30 Lebensjahre und erweiterte seinen Garten mit den Jahren immer mehr, für dessen Verschönerung er  große Geldsummen ausgab.
Jene Abbildung des berühmten Seerosenteiches, der von einer japanischen Brücke umgeben wird, gehört einer Sammlung von insgesamt 17 Werken an, mit deren Anfertigung er auch im Jahr 1899 begonnen hatte.


Pierre-Auguste Renoir
The Skiff (La Yole), 1875

Dieses Gemälde Renoirs wurde vermutlich 1875 in Chatou, einem Vorort an der Seine westlich von Paris, gemalt. Ins Auge sticht neben der freundlichen sommerlichen Farbauswahl vor allem die Darstellung des Lichts.
Renoir war stets bemüht, dass seine Gemälde eine gewisse Freude am Leben ausstrahlen und so liebte er neben Landschaftsgemälden auch die Abbildung gesellschaftlicher Anlässe (Bsp. "Das Frühstück der Ruderer").


Edgar Degas
After the Bath, Woman drying herself, 1890-5

Orientiert an einer Fotografie, bildet Degas hier den weiblichen Körper ab. In den Jahren zwischen 1880 und 1890 fertigte Edgar Degas eine Reihe solcher Frauenbilder an. Badegäste und Tänzerinnen gehören in diesem Fall zu seinen Hauptmotiven.
Hier experimentiert er vor allem mit der Flexibilität von Pastellfarben und aufwendigen Texturen. Die verschwommenen Konturen dieses Pastellgemäldes betonen die Bewegungen der abgebildeten Frau und lassen sie lebendiger erscheinen.
Später verschlechterte sich Degas Augenlicht vornehmlich, sodass in seine Arbeiten immer abstraktere Elemente einflossen, bis er 1917 fast völlig erblindet starb.

London an einem Tag erleben

Von Hastings ging es für einen Tag mit dem Zug nach London. Nur 01:40 Stunde dauerte die Fahrt und unsere Endstation lag direkt an der Brücke, die uns zum Big Ben und London Eye führte. Ich nehme euch hier und jetzt mit auf unseren Kurztrip in zeitlich chronologischer Reihenfolge. Vielleicht kann dies ja dem ein oder anderen als kleine Reiseimpression dienen.

Mit dem Blick auf den Big Ben und die Themse starteten wir unseren Tag. Am 135 Meter hohem London Eye und den zahlreichen Straßenmusikern vorbei, machten wir uns auf den Weg zum weltbekannten Big Ben. Wir hatten sogar das Glück pünktlich um 12 Uhr anzukommen, sodass wir die Gelegenheit hatten, dem schönen Glockenspiel zu lauschen. Wusstet ihr, dass stetig vier Mechaniker im Einsatz sind, die den gesamten Tag für die Wartung der Turmuhr zuständig sind? Ich auch nicht.






Von hier ging es schließlich weiter zu einem kleinen Kaffeestand im Park und von dort direkt zu den Houses Of Parliament, den Regierungssitzen der zwei britischen Parlamente. Einigen vielleicht auch unter dem Namen Palace of Westminster bekannt. Hierzu gehören neben dem Big Ben auch der Victoria Tower und die Central Lobby. Ebenfalls zugehörig ist die Westminster Hall, die zu dem ältesten Teil des Houses Of Parliament gehört und nicht wie viele andere Bereiche, bei dem Brand 1834 zerstört wurde.

Des Weiteren befindet sich dort der kleine Parlamentsgarten, in welchem die berühmte impressionistische Bronzeplastik "Die Bürger von Calais" von Auguste Rodins seinen Platz fand. Der Guss selbst ist von 1908, seine Aufstellung erfolge jedoch erst im Jahre 1915. Ich habe hier einmal für euch die Inschrift abgetippt: "The Conversation of Rodin's The Burghers Of Calais and the new plinth were founded by Nicholas Goodison (Chairman, National Art Collection Found 1986-2002) and Judith Goodison, in 2004". 





Vorbei an den sogenannten Queen's Life Guards musste noch ein obligatorischer Abstecher zum 1703 erbauten Buckingham Palace sein. Auf dem Weg dorthin durchstreiften wir einen weiteren wundervollen Park und genossen die ersten Frühlingsstrahlen. Ja, Sonne im Februar. In London.
Gesehen habe ich die Queen natürlich nicht, aber zu Hause war sie wohl - zumindest war die Flagge oben. Besonders schön fand ich hier unter anderem das Relief der Königsfamilie und die Statur der 2002 verstorbenen "Queen Mum" und ihres Ehemannes King George VI.




Zu guter Letzt ging es schließlich noch in die Londoner National Art Gallery, mein persönlicher Favorit auf unserer Londoner To-Do-Liste. Vom späten Mittelalter bis hin zum Impressionismus und der modernen Malerei, hier ist wirklich alles dabei: Rembrandt, Michelangelo, Rubens, Monet, Renoire oder auch Van Gogh... Und das Beste: der Eintritt ist frei.
In der National Art Gallery hängen nicht immer alle Bilder gleichzeitig aus, einige befinden sich auch im Lager, sodass ein stetiger Wechsel erfolgen kann. Das macht einen erneuten Besuch der Galerie immer wieder erstrebenswert. Den ausführlicheren Bericht zu der letzten Ausstellung werde ich noch separat veröffentlichen.

Besonders beeindruckend war auch der Trafalgar Square, jener großer Platz, der unter anderem das National Art Museum beheimatet. Ein wenig erinnerte mich dieser sogar an meinen vergangenen Rom-Aufenthalt. Dieser Piazza mit seinen wunderschönen Brunnen und Menschenmassen auf den Treppen, da hatte ich doch ein leichtes déjà-vu.


Gegen 18 Uhr erklärten wir unser Touri-Programm dann offiziell für beendet trafen uns noch mit einem Freund aus London. Zusammen streiften wir dann noch eine Weile über den Piccadilly Circus, bis wir schließlich in einer unglaublich tollen Bar mitten in Chinatown strandeten.

Gesehen haben für einen Tag im Grunde recht viel, doch leider entgingen mir sowohl die Tower Bridge als auch der Tower Of London. Theoretisch hätten wir noch genug Zeit gehabt, aber ich bin ganz ehrlich: irgendwann war jeder froh, einfach nur noch sitzen zu können und 'nen gutes Essen verdrücken zu dürfen. Jetzt bleibt auf jeden Fall noch genug zu sehen für den nächsten Londonaufenthalt und der ist auch schon geplant. Dieses Mal allerdings über Nacht bei unserem Freund, ganz stressfrei und entspannt.


6 Jahre avecpassion

Unglaublich, es ist wirklich schon 6 (!) Jahre her, dass ich meinen Blog ins Leben gerufen habe. Heute 23 Jahre alt, war ich bei der Veröffentlichung meines ersten Blogposts erst süße 17 und dennoch haben sich meine Interessengebiete seither gar nicht mal so nennenswert verändert. Vielleicht etwas erweitert, hier und da vertieft, aber wie ich nun rückblickend feststellen muss, bin ich mir doch recht treu geblieben. 

Zugegebener Maßen war dies eigentlich nicht mein erster Blog, jedoch wohl der einzige, den ich auch wirklich ernsthaft betrieben habe. Neben ein bis zwei, mehr oder weniger kümmerlichen Fehlversuchen, war es schließlich dieses Schätzchen, dem ich auch dauerhaft treu sein sollte.

Möglicherweise liegt es nur an den nostalgischen Gefühlen, die mich gerade ummanteln, doch irgendwie möchte ich es wieder "richtig machen". Nicht mehr so nebenher. Vielleicht ein paar Modifizierungen hier und da, aber sonst soll es auch weiterhin um Themen wie Kultur, Lifestyle und Mode gehen. Geplant ist jedoch ein etwas stärkerer Fokus auf die Themenbereiche der Theater-, Film- und Buchrezensionen. Das Ganze wird sich hoffentlich gut ineinander fügen und ich hoffe, ihr begleitet mich auch weiterhin - gerne die nächsten 6 Jahre und noch länger.

Liebste Grüße,
eure Lisa xx

Spontantrip nach Hastings East Sussex

10 Tage England, ganz spontan und genau das was ich brauchte. Vor zwei Wochen erreichte mich am Abend der Anruf meines Liebsten: "Schatz, meine Mum fährt morgen für 10 Tage nach England, zwei Plätze sind noch frei und schlafen können wir bei einer Freundin. Hast du Lust?" - Ohja!
Also kurzerhand alle Termine verschoben, Tasche gepackt und am nächsten morgen ging es los ins wunderbare Hastings! 

Ein Fischerdorf, das wohl nicht mehr Scharm haben könnte mit all seinen lustigen Gestalten, der urigen Altstadt, die nur so vor Secondhandshops und Kunstgeschäften wimmelt und natürlich der atemberaubenden Promenade. All die gemütlichen Pubs, Museen und der Blick über den West- und Easthill der Stadt - unbezahlbar und bitte ganz schnell wieder!


Wildfox Couture - Vive La France

2011 das erste Mal gesehen und nun wieder entdeckt: der Marie Antoinette inspirierte Wildfox Couture Film "Vive La France". Diese Mischung aus Rokoko und leichtem 60-er Jahre Flair, einfach großartig!